Sammlung von Altpapier
Das wichtigste Ausgangsmaterial für die Produktion von Wellpappe ist Papier – vor allem Recyclingpapier. Eine Wellpappefaser kann bis zu 25 Mal wiederverwendet werden – ein Musterbeispiel funktionierender Kreislaufwirtschaft. Der Weg dorthin beginnt mit der sorgfältigen Sammlung von Altpapier, die eine sortenreine Rückführung des Materials ermöglicht.
In modernen Anlagen wird das Sammelgut effizient getrennt, zu Ballen gepresst und anschließend als wertvoller Rohstoff an die Papier- und Wellpappeindustrie geliefert. Dort schließt sich der Kreislauf – und die Faser startet in ihren nächsten Produktionszyklus.

Nachhaltige Forstwirtschaft
Bei der Pflege bewirtschafteter Wälder entsteht Bruch- und Durchforstungsholz, der wichtigste Primär-Rohstoff für die Papierherstellung. Der für heimische Wellpappe-Rohpapiere erforderliche Frischfaseranteil von rund 21 Prozent stammt genau aus diesem Material. So trägt die Papier- und Wellpappeindustrie heute nicht nur zur effizienten Rohstoffnutzung bei, sondern auch zur nachhaltigen Bewirtschaftung und Erhaltung der Wälder.

Wertvoller Rohstoff
Gebrauchte Wellpappe-Verpackungen sind der wichtigste Rohstoff für die Produktion neuer Wellpappe-Rohpapiere. Mit einem Altfaseranteil von rund 79 Prozent zählt die österreichische Wellpappeindustrie zu den größten Nutzern von Recyclingpapier im Land.
Der Recyclingprozess selbst ist effizient und umweltfreundlich: Papier, Wellpappe und Karton werden in Wasser aufgelöst und mechanisch zerkleinert, wodurch sich die Faserverbindungen lösen. Nach anschließender Reinigung können die Fasern erneut zur Herstellung von Rohpapier verwendet werden – ein geschlossener Kreislauf, der Ressourcen schont und Abfall vermeidet.

